
I Like, I Wish, I Wonder Retrospektive: Anleitung & Vorlage
Die I Like, I Wish, I Wonder Retrospektive bringt drei Dinge auf den Tisch, die im Sprint-Alltag sonst leicht untergehen: Was lief gut? Was sollte sich ändern? Und was ist noch unklar? Gerade wenn ein Team nicht nur über Probleme sprechen möchte, sorgt das Format für eine ausgewogene, ehrliche Retro.
So funktioniert die “I Like, I Wish, I Wonder” Retrospektive
Die Methode ist bewusst simpel: Jede Person vervollständigt mit Blick auf den letzten Sprint drei Satzanfänge. Erst danach besprecht ihr die Beiträge gemeinsam. Du kannst die Satzanfänge genau so stehen lassen oder sie als Fragen formulieren.
Öffne die Vorlage direkt in Echometer und passe sie an euer Team an:
I Like, I Wish, I Wonder Retro: So läuft die Retro ab
Random Icebreaker (2-5 Minuten)
Echometer stellt euch einen Generator für zufällige Check-in-Fragen bereit.
Review der offenen Maßnahmen (2-5 Minuten)
Bevor man mit neuen Themen loslegt, sollte man einmal zur Wirksamkeitskontrolle darüber sprechen, was aus den Maßnahmen aus vergangenen Retrospektiven geworden ist. Echometer listet automatisch alle offenen Action Items aus vergangenen Retros auf.
Retro-Themen besprechen
Nutzt die folgenden offenen Fragen, um eure wichtigsten Erkenntnisse zu sammeln. Zuerst verdeckt jeder für sich. Echometer erlaubt es jede Spalte des Retro-Boards einzeln aufzudecken, um das Feedback dann anschließend zu präsentieren und zu gruppieren.
- Ich mag: Was gefällt oder gefiel dir?
- Ich wünsche mir: Was wünschst du dir?
- Ich frage mich: Wo bist du verwirrt, was fragst du dich?
Catch-all Frage (Empfohlen)
Damit auch sonstige Themen einen Platz haben:
- Über was möchtest du sonst noch in der Retro reden?
Priorisierung / Voting (5 Minuten)
Auf dem Retro-Board in Echometer könnt ihr das Feedback ganz einfach mit dem Voting priorisieren. Das Voting ist natürlich anonym.
Maßnahmen definieren (10-20 Minuten)
Über das Plus-Symbol an einem Feedback kann man eine verlinkte Maßnahmen erstellen. Noch nicht sicher welche Maßnahme die richtige wäre? Dann öffne über das Plus-Symbol stattdessen ein Whiteboard zu dem Thema um Kernursachen und mögliche Maßnahmen zu brainstormen.
Checkout / Closing (5 Minuten)
Echometer ermöglicht euch anonymes Feedback vom Team einzusammeln, wie hilfreich die Retro war. Daraus entseht der ROTI-Score ("Retrun On Time Invested"), den ihr über die Zeit tracken könnt.
I Like, I Wish, I Wonder Retro
Wichtig ist nur, dass „I wonder“ nicht zur Alibi-Spalte wird: Hinter offenen Fragen stecken oft Annahmen, Abstimmungsprobleme oder Themen, die das Team bisher umschifft hat.
Ablauf “I Like, I Wish, I Wonder” als Retrospektive: in 30 Minuten von Eindrücken zu einer Maßnahme
- Ankommen (3 Minuten): Starte mit einem kurzen Check-in für Retrospektiven, damit alle im Raum ankommen.
- Still sammeln (5 Minuten): Alle schreiben ihre Antworten zunächst für sich auf.
- Clustern und verstehen (12 Minuten): Ähnliche Beiträge bündeln, dann gemeinsam die wichtigsten Muster besprechen.
- Entscheiden (7 Minuten): Wählt ein Thema aus und formuliert daraus eine konkrete Maßnahme für die Retrospektive.
- Auschecken (3 Minuten): Jede Person sagt in einem Satz, was sie aus der Retro mitnimmt.
Drei Moderationstipps, die den Unterschied bei “I Like, I Wish, I Wonder” machen
Beiträge erst einmal verdeckt halten. So entstehen mehr eigene Gedanken und weniger Echo auf die erste laut ausgesprochene Meinung.
Nicht bei der Bestandsaufnahme stehen bleiben. Eine lebhafte Diskussion ist wertvoll – aber nur, wenn ihr zum Schluss entscheidet, was ihr im nächsten Sprint anders macht. Gute Maßnahmen sind klein, klar und haben eine verantwortliche Person.
Das Positive nicht wegmoderieren. „I like“ ist mehr als ein freundlicher Einstieg. Hier entdeckt ihr Praktiken, die ihr bewusst beibehalten oder verstärken solltet.
Wann eignet sich das Format “I Like, I Wish, I Wonder”?
Die I Like, I Wish, I Wonder Retrospektive passt besonders gut nach einem ereignisreichen Sprint, bei neuen Teams und dann, wenn Gespräche zuletzt sehr problemorientiert waren. Sie ist niedrigschwellig genug für Retro-Einsteiger, liefert aber auch erfahrenen Teams gute Gesprächseinstiege.
Wenn ihr bei Retrospektiven immer wieder bei denselben Diskussionen landet, variiert zusätzlich euren Check-in oder das Format. Das hilft gegen Retro-Müdigkeit – ohne den Fokus auf echte Verbesserung zu verlieren.
Fazit: “I Like, I Wish, I Wonder” sind einfache Fragen, die mit guter Moderation zu konkreten Verbesserungen führen
Die I Like, I Wish, I Wonder Retrospektive macht es dem Team leicht, Wertschätzung, Veränderungswünsche und Unsicherheiten auszusprechen. Gib dem stillen Sammeln genug Raum – und investiert den Rest der Zeit in eine Maßnahme, die ihr wirklich umsetzt. Für weitere Abwechslung findest du hier Retrospektive-Methoden für Anfänger und Profis.









