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Lessons Learned vs Retrospektive (Die Unterschiede)

Als ein Startup, was Software für Teamentwicklung und Retrospektiven entwickelt, werden wir oft mit interessanten Definitionen von Retrospektiven konfrontiert – zum Beispiel “Sind Reviews und Retrospektiven nicht das gleiche?”. Ehm, nein.

Eine berechtigte Frage wiederum ist die nach Lessons Learned Workshops und ob diese ein Synonym für Retrospektiven sind. Hier ist die Beantwortung schon etwas schwieriger.

Lessons Learned vs. Retrospektive

Unterschiede Lessons Learned & Retrospektive

Was beide Formate verbindet: Es geht darum, vergangene Ereignisse zu reflektieren, um daraus zu lernen und nach Möglichkeit Maßnahmen daraus abzuleiten.

Bei Lessons Learned Workshops reflektiert man dabei fokussiert auf einen Bezugsrahmen wie zum Beispiel ein Projekt oder einen Go-Live. Lessons Learned Workshops sind also einmalige Termine.

Bei Retrospektiven wiederum ist der Bezugsrahmen die allgemeine Zusammenarbeit im Team. Das Format wird dabei als regelmäßige Routine im Team etabliert. Das Ziel ist es, alle Eindrücke und Ideen der Teammitglieder zu erfassen. Daher wird in der Regel bei Retrospektiven kein einschränkender Fokus auf ein einzelnes Thema gegeben.

Ganz im Gegenteil versucht man mit offenen Fragen und verschiedenen Retro-Formaten, die Reflexion der Teams anzuregen.

Lessons Learned Workshop Retrospektive
Fokus Ein konkretes Ereignis (z.B. Projektabschluss, oder Go-Live) Kontinuierliche Verbesserung der Zusammenarbeit
Teilnehmer*innen Teammitglieder und idealerweise auch Stakeholder In der Regel nur das Team selber
Terminierung Einmalig / Anlassbezogen Wiederkehrende Routine

Wann nutzt man einen Lessons Learned Workshop und wann eine Retrospektive?

Anlassbezogene Lessons Learned Workshops bei Ereignissen

Einen Lessons Learned Workshop nutzt man also bei besonderen Ereignissen wie zum Beispiel einen Projektabschluss, einer Veranstaltung oder einen Go-Live. 

Bei so einem Lessons Learned Workshop werden Fragen gestellt wie:

  • Was lief gut im Projekt, was lief nicht so gut?
  • Was würden wir beim nächsten Projekt anders machen?

Danach geht das Projektteam jedoch ggf. auseinander. Insofern dienen die Fragen auch als Qualitätsmaßnahme und quasi psychologischem Projektabschluss. Jeder kann noch einmal final Feedback geben, bevor man in neue Themen eintaucht.

Retrospektiven als kontinuierliche Routine

Eine Retrospektive nutzt man hingegen als eine wiederkehrende Routine zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Zusammenarbeit im Team.

Die Retrospektive findet in einem wöchentlichen bis monatlichen Rhythmus statt. Insbesondere agile Scrum Teams nutzen Retrospektiven am Ende jeder ihrer Sprints.

Allerdings zeichnet sich (zurecht) der Trend ab, dass Retros auch in anderen Kontexten Anwendung finden (agiles HR-Management, agiler Vertrieb etc.) – denn sie können in jedem Team, das sich verbessern möchte, einen großen Mehrwert stiften.

Fazit: Retrospektiven & Lessons Learned sind fast das Gleiche

Lessons Learned Workshops sind einmalig angelegte Formate und Retrospektiven wiederum sind ein kontinuierliches Format.

Von der Agenda und dem Vorgehen her, sind sich die beiden Meeting-Formate wiederum sehr ähnlich.

Während Retrospektiven in agilen Teams häufig den Bedarf nach separaten Lessons Learned Workshops decken, sind in weniger agilen Organisationen Lessons Learned Workshops häufig eine der wenigen Möglichkeiten die Zusammenarbeit gezielt reflektieren zu können.

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