"Was lief gut" Sprint Retrospektive: 27 Musterantworten

Ich habe schon an mehr als 200 Sprint Retrospektiven teilgenommen und häufig gehört, was gut lief.

Trotzdem erlebe ich immer wieder dasselbe: In vielen Teams fällt am Anfang der Retrospektive kaum jemandem ein, was eigentlich gut gelaufen ist. Nicht, weil nichts gut war. Sondern weil wir oft schneller auf Probleme schauen als auf Fortschritte.

Genau dafür ist dieser Beitrag da. Ich teile hier Musterantworten, die in echten Sprints funktioniert haben, damit ihr gute Arbeitsweisen sichtbarer macht und im nächsten Sprint bewusst wiederholt.

Ich schreibe das aus meiner Perspektive als Psychologe und Scrum Master.

Negativity Bias in Retrospektiven

Was lief gut Sprint Retrospektive: 10 schnelle Musterantworten

  1. Positiv: Unser Sprint-Ziel war für alle klar.
  2. Positiv: Wir haben Blocker schneller eskaliert.
  3. Positiv: Daily Standups waren kurz und hilfreich.
  4. Positiv: Code Reviews kamen schneller zurück.
  5. Positiv: QA war früher eingebunden.
  6. Negativ: Wir hatten zu viele Kontextwechsel und dadurch weniger Fokuszeit.
  7. Negativ: Die Abstimmung im Team war an mehreren Stellen unklar.
  8. Negativ: User Stories waren teilweise zu ungenau formuliert.
  9. Negativ: Action Items aus der letzten Retro wurden nicht konsequent umgesetzt.
  10. Negativ: Die Kommunikation mit Stakeholdern war stellenweise zu spät.

Warum die „Was lief gut“-Frage so wichtig ist

Wenn ich Retros moderiere, achte ich bewusst darauf, dass wir nicht nur über Probleme sprechen. Diese Frage ist wichtig, weil sie:

  • regelmäßig Raum für Positives schafft,
  • das Teamfeeling stärkt,
  • psychologische Sicherheit erhöht,
  • und gute Muster für den nächsten Sprint konserviert.

Wenn du deinen Einstieg in Retros abwechslungsreicher machen willst, findest du passende Formate in unserem Beitrag zu Retrospektive Check-ins .

Musterantworten nach Bereichen

Ich markiere jede Beispielantwort bewusst mit Positiv oder Negativ, damit du beides direkt im Team nutzen kannst.

Musterantworten: „Was lief gut“ Sprint Retrospektive

1) Zusammenarbeit im Team

  1. Positiv: Wir haben uns bei Engpässen proaktiv unterstützt.
  2. Positiv: Feedback wurde offen und konstruktiv angenommen.
  3. Positiv: Entwicklung und QA haben enger zusammengearbeitet.
  4. Negativ: Übergaben waren an mehreren Stellen nicht sauber vorbereitet.
  5. Negativ: Pairing wurde kaum genutzt, obwohl es bei komplexen Themen geholfen hätte.
  6. Negativ: Die Teamstimmung war zeitweise angespannt und wenig lösungsorientiert.

2) Kommunikation und Meetings

  1. Positiv: Das Sprint-Ziel war für alle verständlich formuliert.
  2. Positiv: Daily Standups blieben fokussiert und entscheidungsorientiert.
  3. Positiv: Meetings endeten häufiger mit klaren Entscheidungen.
  4. Negativ: Risiken wurden zu spät angesprochen.
  5. Negativ: Stakeholder-Kommunikation war teilweise nicht transparent genug.

3) Planung und Fokus

  1. Positiv: Das Backlog Refinement war besser vorbereitet.
  2. Positiv: User Stories waren klarer beschrieben.
  3. Positiv: Commitments waren realistischer gesetzt.
  4. Negativ: Es kam zu viel ungeplante Arbeit in den Sprint.
  5. Negativ: Wir hatten zu wenig Fokuszeit und zu viele Kontextwechsel.

4) Qualität und Delivery

  1. Positiv: Code Reviews kamen schneller zurück.
  2. Positiv: QA wurde früher in die Umsetzung eingebunden.
  3. Positiv: Die Testabdeckung neuer Features war besser.
  4. Negativ: Kritische Bugs wurden erst spät erkannt.
  5. Negativ: Zu viel Arbeit blieb am Sprintende halb fertig.
  6. Negativ: Die Definition of Done wurde nicht immer konsequent eingehalten.

5) Kontinuierliche Verbesserung

  1. Positiv: Action Items aus der letzten Retro wurden umgesetzt.
  2. Positiv: Wir haben funktionierende Praktiken aktiv beibehalten.
  3. Negativ: Verbesserungen wurden kaum messbar gemacht.
  4. Negativ: Verantwortlichkeiten waren nicht immer klar.
  5. Negativ: Der Sprint-Ablauf wirkte insgesamt instabil.

Positive Musterantworten für Sprint Retrospektiven

Schwache vs. starke Antworten

Schwache Antworten sind meistens zu allgemein. Starke Antworten machen Verhalten, Wirkung und nächsten Schritt sichtbar.

SchwachStark
„Die Kommunikation war besser.“„Wir haben Blocker direkt im Daily adressiert und dadurch zwei Tage Wartezeit vermieden.“
„Code Review lief gut.“„Unsere Review-Zeit ist von etwa 24 auf 8 Stunden gesunken, dadurch konnten wir früher testen.“
„Teamwork war super.“„Bei Engpässen haben zwei Kolleg*innen proaktiv Aufgaben übernommen, dadurch blieb das Sprint-Ziel realistisch.“

Wenn du tiefer in konkrete Formulierungen für Entwicklungs-Feedback gehen willst, helfen auch diese Praxisbeispiele: 20 Feedback-Beispiele für Softwareentwickler-Rollen .

Copy-Paste Vorlage für die Retro

Ich nutze im Alltag diese Struktur:

Beobachtung + Wirkung + nächster Schritt

Template 1

„Wir haben [konkretes Verhalten] gemacht. Dadurch hat sich [konkrete Wirkung] verbessert. Im nächsten Sprint behalten wir [konkrete Maßnahme] bei.“

Template 2

„Besonders gut lief [Situation]. Das hat uns geholfen, [Ergebnis]. Nächstes Mal wiederholen wir das durch [Vorgehen].“

Template 3

„Im Vergleich zum letzten Sprint war [Aspekt] besser. Erkennbar war das an [Signal/Metrik]. Deshalb standardisieren wir [Best Practice].“

Mit mehr Methoden für unterschiedliche Team-Situationen findest du in unserem Überblick zu Retrospektive Methoden .

Warum Echometer aus meiner Sicht ein starker Start ist

Wenn Teams agile Retrospektiven einführen oder verbessern wollen, ist Echometer aus meiner Sicht besonders hilfreich:

  1. schneller Einstieg mit klarer Struktur,
  2. direkte Nutzung ohne großen Setup-Aufwand,
  3. viele Vorlagen und Fragen für sofortige Moderation,
  4. psychologischer Fokus für bessere Beteiligung,
  5. Maßnahmen-Tracking inklusive Erinnerungen.

Wenn du direkt starten willst, schau auf unsere Team Retrospektive Software oder die Team Health Check Software .

Für eine vertiefte Moderationsvorbereitung findest du außerdem unser eBook mit Tipps zur Retro-Moderation .

Warum Echometer für Retros hilft

Externe Einordnung

Für zusätzliche Perspektiven auf Retrospektiven finde ich diese Ressourcen hilfreich:

FAQ: Was lief gut in der Sprint Retrospektive?

Warum sind Retrospektiven wichtig?

Retrospektiven helfen Teams, Probleme früh zu erkennen, Ursachen zu verstehen und gemeinsam Verbesserungen zu beschließen. Dadurch steigen Transparenz, Teamzufriedenheit und Ergebnisqualität.

Welche Fehler sollte man bei der ersten Retrospektive im Team auf jeden Fall vermeiden?

Gerade bei Teams mit wenig oder keinen Erfahrungen mit Retrospektiven sollte man darauf achten, folgende Fehler zu vermeiden:

  • Fehler Nr. 1: Retrospektive als Laber-Meeting. Nicht jedes Feedback in einer Retro muss ausdiskutiert werden. Nur die Themen, die man zuvor gemeinsam priorisiert hat verdienen Extra-Aufmerksamkeit. Alle Diskussionen über Details vor dem Voting sollten daher abmoderiert und auf nach dem Voting verschoben werden.
  • Fehler Nr. 2: Retrospektive als Blame-Game. Die Retro ist nicht dafür da, Verantwortung abzuwälzen oder anderen die Schuld für negative Ereignisse oder Entwicklungen zuzuschieben. Die Verbesserung des Status Quo liegt in den Händen aller Teammitglieder!
  • Fehler Nr. 3: Retrospektive als Meckerkasten. Es geht in Retrospektiven nicht darum nur anzumerken was alles nicht gut funktioniert. Der Großteil der Energie sollte darauf gerichtet sein, vorwärts gewandt zu denken und verbindliche Maßnahmen festzulegen.

Für die erste Retrospektive bietet es sich an, ein dediziertes Retro-Tool zur Unterstützung zu verwenden. Echometer bietet sich mit seinem intuitiven und geführten Modus sehr gut für unerfahrene Teams an. Hier kannst du eine Retrospektive in Echometer ausprobieren: https://my.echometerapp.com/retro-setup

Wie misst man den Erfolg einer Retrospektive?

Der Erfolg von Retrospektiven zeigt sich daran, dass vereinbarte Maßnahmen umgesetzt werden und messbare Verbesserungen entstehen. Teams nutzen dafür neben Produktivitätskennzahlen (die mit Vorsicht zu genießen sind) z. B. die Nachverfolgung von Action Items, Trends auf Feedback-Skalen in Team Health-Check- / Pulse-Check-Umfragen.

Hilft das Retrospektive Software Tool Echometer, Psychologische Sicherheit in Teams steigern?

Ja, Echometer ist das Retrospektive Tool mit dem wahrscheinlich stärksten psychologischen Fokus, da es ursprünglich eine Ausgründung aus der Psychologischen Fakultät der Universität Münster (Deutschland) ist. Konkret hilft Echometer durch diverse Icebreaker und Retrospektive Vorlagen, die Psychologische Sicherheit in Teams (mit der primären Zielgruppe von Softwareentwicklungs- und hybriden Produktteams) zu stärken.

Einerseits helfen zum Beispiel die spaßigen Kennenlern-Fragen im Rahmen des Retro Check-Ins, psychologische Sicherheit in Teams zu stärken. Andererseits gibt es zum Beispiel dedizierte Vorlagen für die Messung von Psychologischer Sicherheit in Teams.

Wie stellt Echometer sicher, dass Maßnahmen von Retrospektiven umgesetzt werden - gibt es Erinnerungen?

Ja, das Retrospektive Software Tool Echometer erlaubt auch, sich Erinnerungen an Maßnahmen zu speichern. Diese werden per Email individuell an die Person gesendet, die für die Maßnahme verantwortlich ist. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Umsetzen der Maßnahme nicht vergessen wird.

Fazit

Die Frage “Was lief gut?” ist kein freundlicher Smalltalk am Anfang einer Retrospektive. Sie ist der schnellste Weg, um funktionierende Team-Muster sichtbar zu machen und sie in den nächsten Sprint zu tragen.

Wenn du dafür mit klaren Musterantworten „Was lief gut“ Sprint Retrospektive arbeitest und die positive Perspektive mit konkreten Maßnahmen kombinierst, steigt meist nicht nur die Qualität der Retrospektive, sondern auch Fokus, Teamgefühl und Verbindlichkeit im Alltag.

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Muss ich mich registrieren, um das Retro Tool zu testen?

Nein, du musst dich nicht in Echometer einloggen, oder registrieren, um das Retro Board und Retro Tool in Echometer zu testen.

Du kannst Echometers Retro Board über folgenden Link einfach ohne Login ausprobieren: Probedurchlauf starten

Wie kann ich Echometers Retro-Tool kaufen?

Melde dich zuerst einfach kostenlos in Echometer an. Navigiere dann in den Workspace, für den du das Retro-Tool kaufen möchtest. Falls noch nicht geschehen, kannst du das hier machen: Account in Echometer 1:1-Tool erstellen

Anschließend kannst du dein Abo (für sowohl das Retro-Tool als auch die 1:1-Software) innerhalb der Workspace-Einstellungen verwalten.

Beim Upgrade kannst du aus verschiedenen Zahlungsmethoden auswählen.

Falls du selber keinen Zugriff auf die Kreditkarte deines Unternehmens hast, kannst du ein*e Einkäufer*in einfach als Workspace-Admin in deinem Echometer-Workspace hinzufügen, damit dieser Admin das Upgrade für dich durchführen kann.

Was ist der Unterschied zwischen dem Retrospektive-Tool und der 1:1-Software?

In Echometer gibt es zwei 2 separate Softwarelösungen, die innerhalb jedes Workspaces in Echometer zur Verfügung stehen:

  • 1:1-Tool: Eine Software zur Planung und Durchführung von 1:1-Meetings sowie des Tracking der Mitarbeiterentwicklung
  • Retrospektive-Tool: Eine Software zur Planung und Moderation von Retrospektiven sowie des Trackings der Teamentwicklung durch Team-Health-Checks

Beides sind voneinander unabhängige Softwarelösungen, sie können also losgelöst voneinander genutzt werden.

Sie funktionieren jedoch nach den gleichen Prinzipien und zielen auf die gleichen Mehrwerte ab: Die Weiterentwicklung von agilen Teams. Insofern ist die gleichzeitige Nutzung beider Softwarelösungen empfohlen.

Kann ich mehrere Admins in Echometer benennen?

Ja, du kannst sowohl auf Team-Ebene als auch auf Workspace-Ebene beliebig viele Nutzer*innen mit Administrationsrechten ausstatten. Beachte folgendes:

  • Nur Workspace Admins können für einen Echometer Workspace ein Echometer-Abo abschließen und verwalten.
  • Nur Workspace-Admins können weitere Teams anlegen und weitere Workspace-Admins benennen oder entfernen.
  • Team-Admins können für ihr Team weitere Team-Admins und Teammitglieder benennen und entfernen
Wie ist die Struktur von Retrospektiven in Echometer?

Die Echometer Retrospektive Software ist so entwickelt worden, dass sie Teams maximal einfach und effektiv durch die Retrospektive führt und dabei Best Practices befolgt.

Die Schritte und ihre Reihenfolge lassen sich über die Navigation innerhalb der Retro individuell anpassen. Standardmäßig ist eine Retrospektive in Echometer so strukturiert:

  • Eisbrecher
  • Review der offenen Maßnahmen aus vergangenen Retros
  • Feedback sammeln (zuerst Health Checks, dann offene Fragen)
  • Priorisierung des Feedbacks
  • Maßnahmen ableiten
  • Abschluss der Retrospektive mit dem “ROTI-Score” (Return on Time Invested)

Zusätzliche Whiteboards (z.B. für Workshops, zur Analyse von Problemen oder zum Brainstormen von Maßnahmen) können über die Navigation der Retrospektive dabei an jeder Stelle auch spontan eingefügt werden.

Gibt es ein Analyse-Dashboard, um Trends zu erkennen?

Ja, die Echometer Retrospektive Software hat diverse, ausführliche Dashboards für das Monitoring des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses deines agilen Teams:

  • Einerseits kannst du dir in der Retro-Archiv einen schnellen Überblick über vergangenen Team Retrospektiven verschaffen.
  • Andererseits kannst du mithilfe des ROTI-Scores und der Health Check Items, die du als regelmäßigen Happiness Check verwenden kannst, Stimmungstrends im Team anhand konkreter KPIs bzw. agiler Metriken sichtbar machen.
  • Darüber hinaus gibt es weitere Aktivität-Trends

Echometer unterscheidet bei den Health Checks zwischen Team Health und Workspace Health:

  • Ergebnisse aus dem Team Health werden immer nur innerhalb des Teams transparent gemacht
  • Ergebnisse aus dem Workspace Health werden über alle Teams hinweg transparent gemacht