Der ultimative Guide für erfolgreiche Team-Retrospektiven (Teil 1): 3 Tipps für’s Einführen von Retros

Retrospektiven sollen kurzweilig und abwechslungsreich sein, aber sie sollen vor allem eins: Teams weiterbringen. In dieser Reihe von Artikeln teilen wir einige Tipps, wie das gelingen kann.

Ziel ist es, dir praktische Hinweise zu geben, wie du dein Team für Retros begeistern kannst, um frischen Wind in die Teamdynamik zu bringen und die Lust an Retros (neu) zu entfachen.

First things first: Gute Retros brauchen engagierte Teams.

Ich, immer wieder.

1. Die Sinnfrage stellen

”Start with why”

Damit Retrospektiven wirklich funktionieren, braucht es ein engagiertes Team, das einen Mehrwert für sich in den Retros sieht. Ist diese grundlegende Sinnfrage nicht beantwortet, wird es sich in stressigen Phasen immer wieder so anfühlen, als ob man dem Team mit den Retros sogar Zeit stehlen würde - kein gutes Gefühl.

Was ist also der Sinn eurer Team-Retrospektiven? Und warum ist eure Zeit in die Retros gut investiert? Diese Frage sollte ganz offen im Team zur Diskussion gestellt werden. Dazu eignen sich erfahrungsgemäß folgende Denkanstöße:

  • Was ist unser gemeinsames Teamziel?
  • Welche kritischen Erfolgsfaktoren können vom Team beeinflusst werden, um dieses Ziel zu erreichen? Oder: Wenn wir als Team scheitern, woran würde das liegen? (siehe Methode Pre-Mortem )

Ziel dieser Fragen ist es, den Teammitgliedern bewusst zu machen, dass die Erreichung des Teamziels nicht durch Einzelleistungen zu erreichen ist, sondern dass es Abhängigkeiten untereinander gibt, die Kooperation bedürfen.

Überall wo Kooperation zwischen mehreren Personen oder Teams notwendig ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Schnittstellen der Zusammenarbeit zu gestalten. Jede Gestaltungsvariante bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile/ “Sollbruchstellen” mit sich. 

Beispiel: Wenn alle Teams ihre Todos in einem gemeinsamen Kanban-Board festhalten, hat das den Vorteil einer guten Übersicht von teamübergreifenden Abhängigkeiten. Gleichzeitig haben einzelne Teams weniger Gestaltungsfreiräume über ihre Kanban-Boards: Beispielsweise Spalten und Farbgebungen sind dann ggf. zentral vorgegeben.

Die Axt schärfen

Konflikte sind also vorprogrammiert und lassen sich im Zweifel nicht verhindern. Deswegen ist es so wichtig, in den Retrospektiven Raum für das Abwägen von Vor- und Nachteilen und auch für Entscheidungen bzgl. Action Items (und Experimente) im Team zu schaffen.

Am Ende geht es darum, die Werkzeuge (im weitesten Sinne eben auch das Arbeitsumfeld) zu hinterfragen und auf seine Bedürfnisse anzupassen, um die Teamziele besser erreichen zu können. Im Alltag ist man häufig so auf seinen Beitrag und seine Aufgaben fokussiert, dass es schwer fällt, diese Optimierungspotenziale auszumachen. Dieser Comic illustriert diese Philosophie anschaulich:

2. Commitment im Team

Im besten Fall hat die Beantwortung der Sinnfrage einige Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen offenbart, die man nur durch gemeinsame Reflexion im Team sinnvoll beeinflussen bzw. gestalten kann. Die Retrospektiven geben dem Team einen Raum für die Reflexion. Gleichzeitig sollten sich alle Teammitglieder dazu verpflichten, aktiv beizutragen.

Verbindlichkeit durch Entscheidung im Team

Generell ist es sinnvoll, die Entscheidung über die Einführung von Retrospektiven im Team zu treffen und dabei auch die Dauer und Frequenz der Retrospektiven gemeinsam im Team festzulegen. Egal, ob man diese wöchentlich, alle 2 Wochen oder 3-wöchentlich ansetzt - das wichtigste ist, dass sich alle Teammitglieder darauf committen, diesen Rhythmus zumindest für einen Testzeitraum einzuhalten.

Ganz im agilen Sinne sollte nämlich auch dieser Rhythmus regelmäßig in Frage gestellt werden. Kommuniziere deswegen den ausgewählten Rhythmus aktiv als “zu überprüfendes Experiment”. Das wird Abwehrhaltungen im Team verringern und zeigt, dass Wert auf die aktive Mitbestimmung im Team gelegt wird.

Mit Einwänden umgehen

Wichtig: Es könnten Rückmeldungen kommen wie “Brauchen wir Retrospektiven? Unser Team ist doch zu gut für Retrospektiven”. Nein. Kein Team ist zu gut für Retrospektiven! In diesem englischsprachigen Artikel gibt es einige gute Antworten auf die klassischen Zweifel, wie “Brauchen wir in jedem Sprint eine Retrospektive?” etc.

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3. Agiles Mindset entwickeln

Viele Teams hatten noch kaum Berührungspunkte mit agilem Arbeiten und der für Retrospektiven notwendigen Feedbackkultur. Und selbst viele Teams, die seit längerem “agil” Arbeiten sind nicht zwangsläufig mit dem agilen Mindset vertraut - geschweige denn leben es.

Während Methoden verhältnismäßig einfach zu adaptieren sind, braucht es Zeit, bis Teams ein neues Mindset adaptieren und damit erfolgreich arbeiten können. Deswegen sollte es gerade beim Einführen von Retrospektiven Teil der Bestandsaufnahme sein, die Umsetzung der agilen Werte im Team zu reflektieren und dann auch fortlaufend in den Retros zum Thema zu machen. Mehr zu dem Thema agile Werte und wie ihr sie konkret nutzen könnt, findet ihr in unserem Blog-Artikel zu den agilen Werten.

Fazit

Wir hoffen, bei diesen Punkten waren wertvolle Denkanstöße dabei, die dir helfen, Retrospektiven in deinem Team einzuführen. Was sind eure Erfahrungen mit der Einführung von agilen Retrospektiven? Welche Tipps hättet ihr euch damals gewünscht?

Übrigens: Beim Einführen von Retrospektiven können wir euch helfen: Wir haben eigens dafür ein Tool entwickelt - direkt aus der psychologischen Fakultät der Universität Münster heraus. Hier drunter findest du die Meinung von Nicole zu unserem Tool. 

Und wenn du möchtest, findest du darunter noch mehr Informationen 🙂

Nicole Röttger

In der Begleitung agiler Teams hat sich gezeigt, dass Echometer insbesondere den weniger erfahrenen ModeratorInnen in Retrospektiven hilft, zu glänzen. Es bietet ihnen einen einfachen Weg, um strukturierte und zielführende Retrospektiven durchzuführen. — Nicole Röttger, Managing Director, Apiarista GmbH

Du möchtest Unterstützung bei dem Einführen von Retrospektiven? Oder bist schon Profi? Egal: Unser Tool kann dir auf Basis psychologischer Erkenntnisse bei beidem helfen. Mehr Infos dazu hier:

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FAQs zum Retrospektive-Tool

Die wichtigsten Antworten für alle, die unser Retrospektive-Tool kennenlernen möchten.

Wie ist der ROI von der bezahlten Version von Echometer?

Gute Team-Retrospektiven sind ein echter Gewinn für Unternehmen. Sie wirken sich positiv auf Produktivität, Engagement und Zufriedenheit aus – mit Echometer kannst du diesen Nutzen spür- und messbar verstärken.

Unsere Daten zeigen: Teams erzielen im Durchschnitt eine ROI-Steigerung von +120 % pro Retrospektive, wenn sie Echometer nutzen. Die ROI-Kalkulation macht alle Annahmen transparent, sodass du Effekte möglichst realistisch eintragen kannst.

Wichtige Hebel:

  • Zeitersparnis: Retro-Vorbereitung, Live-Sessions und Nachbereitung sind dank Team-Templates, Retro-Themes und automatisierter Dokumentation deutlich schneller. Du kannst Feedback asynchron einholen, kontrolliertes Timeboxing nutzen und alle Maßnahmen direkt im Tool festhalten.
  • Skalierbarkeit: Deine Coaching-Ressourcen sind begrenzt? Echometer befähigt Teams, Retrospektiven eigenständig durchzuführen, hilft neuen Moderatoren beim Einstieg und gibt dir ein teamübergreifendes Kulturbarometer.

Mit dem Echometer-ROI-Kalkulator kannst du für dein Unternehmen genau berechnen, welchen Mehrwert du erzeugst – ideal als Entscheidungsgrundlage für Budget-Verantwortliche oder wenn du den Business Case vorstellen willst.
Zum ROI-Kalkulator

Lohnt sich ein bezahltes Tool für Team Retrospektiven?

Team-Retrospektiven können sich schnell in zeitintensive Prozesse verwandeln, wenn Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung von Hand umgesetzt werden. Ein bezahltes Tool wie Echometer hilft dir dabei, diese Abläufe zu standardisieren, zu beschleunigen und messbar besser zu machen.

Weshalb sich die Investition lohnt:

  • Wiederverwendbare Templates & Themes: Du musst Retros nicht jedes Mal neu bauen. Stattdessen stehen bewährte Formate, Timeboxing-Vorlagen und asynchrones Feedback parat.
  • Dokumentation & Maßnahmen: Jedes Learning und jeder Action Item wird automatisch festgehalten. So bleibt Wissen erhalten, auch wenn Teammitglieder wechseln.
  • Sicht auf Team-Health: Dashboards zeigen Trends über Teams hinweg, wodurch du nahtlos reagieren kannst, wenn Themen auftauchen.
  • Skalierbarkeit & Selbstständigkeit: Teams führen eigene Retrospektiven durch, Coaches bleiben fokussiert, und neue Teammitglieder finden einen einfachen Einstieg.

Dazu kommt: Echometer liefert standardisierte ROI-Rechnungen. Damit sieht jede Führungskraft schwarz auf weiß, welche Zeitersparnis, Produktivitätsgewinne und Kulturverbesserungen die Investition erzielt.

ROI-Kalkulator öffnen

Muss ich mich registrieren, um das Retro Tool zu testen?

Nein, du musst dich nicht in Echometer einloggen, oder registrieren, um das Retro Board und Retro Tool in Echometer zu testen.

Du kannst Echometers Retro Board über folgenden Link einfach ohne Login ausprobieren: Probedurchlauf starten

Wie kann ich Echometers Retro-Tool kaufen?

Melde dich zuerst einfach kostenlos in Echometer an. Navigiere dann in den Workspace, für den du das Retro-Tool kaufen möchtest. Falls noch nicht geschehen, kannst du das hier machen: Account in Echometer 1:1-Tool erstellen

Anschließend kannst du dein Abo (für sowohl das Retro-Tool als auch die 1:1-Software) innerhalb der Workspace-Einstellungen verwalten.

Beim Upgrade kannst du aus verschiedenen Zahlungsmethoden auswählen.

Falls du selber keinen Zugriff auf die Kreditkarte deines Unternehmens hast, kannst du ein*e Einkäufer*in einfach als Workspace-Admin in deinem Echometer-Workspace hinzufügen, damit dieser Admin das Upgrade für dich durchführen kann.

Was ist der Unterschied zwischen dem Retrospektive-Tool und der 1:1-Software?

In Echometer gibt es zwei 2 separate Softwarelösungen, die innerhalb jedes Workspaces in Echometer zur Verfügung stehen:

  • 1:1-Tool: Eine Software zur Planung und Durchführung von 1:1-Meetings sowie des Tracking der Mitarbeiterentwicklung
  • Retrospektive-Tool: Eine Software zur Planung und Moderation von Retrospektiven sowie des Trackings der Teamentwicklung durch Team-Health-Checks

Beides sind voneinander unabhängige Softwarelösungen, sie können also losgelöst voneinander genutzt werden.

Sie funktionieren jedoch nach den gleichen Prinzipien und zielen auf die gleichen Mehrwerte ab: Die Weiterentwicklung von agilen Teams. Insofern ist die gleichzeitige Nutzung beider Softwarelösungen empfohlen.

Kann ich mehrere Admins in Echometer benennen?

Ja, du kannst sowohl auf Team-Ebene als auch auf Workspace-Ebene beliebig viele Nutzer*innen mit Administrationsrechten ausstatten. Beachte folgendes:

  • Nur Workspace Admins können für einen Echometer Workspace ein Echometer-Abo abschließen und verwalten.
  • Nur Workspace-Admins können weitere Teams anlegen und weitere Workspace-Admins benennen oder entfernen.
  • Team-Admins können für ihr Team weitere Team-Admins und Teammitglieder benennen und entfernen