Ziele setzen, die Teams wirklich weiterbringen

In der Psychologie gibt es kaum ein Technik, die besser geeignet ist, um für mehr Motivation zu sorgen: Gute Ziele. In manchen Unternehmen ist es immer noch üblich, zu sagen: “Tun sie ihr bestes.” Dabei ist bewiesen: Spezifische, ambitionierte Ziele führen fast immer zu einer höheren Leistung.

Aber wie sollten diese Ziele gestaltet sein, damit die Wahrscheinlichkeit, dass sie umgesetzt werden, möglichst hoch ist?

Gute Ziele sind SMART

Erstens sollten Ziele nach der SMART-Formel gestaltet sein. Das heißt, Ziele sollten diese fünf Eigenschaften haben:

S - spezifisch
M - messbar
A - ansprechend
R - realistisch
T - terminiert 

Das hier könnte das Beispiel einer Führungskraft von einem Handy-Hersteller sein, die seinen Mitarbeitern den Sinn der Arbeit besser vermitteln möchte:

  • Spezifisch & messbar: “Ich nehme mir jede Woche eine Stunde für jeden meiner Mitarbeiter*innen.”

  • Ansprechend: “Durch den regelmäßigeren Austausch mit meinen Mitarbeiter*innen werde ich sie besser kennenlernen und besser auf ihre Bedürfnisse eingehen können.”

  • Realistisch: “Ich werde mich mit ihnen beim Mittagessen austauschen, so dass mir dabei keine Zeit abhanden kommt.”

  • Terminiert: “Ich werde jeden Dienstag zum Mittagessen um 12:00 Uhr nach einer festen Reihenfolge mit einer festen Teammitgliedern sprechen.”

Wenn euer Ziel diese Kriterien erfüllt, ist das schon mal gut. Manchmal fällt es aber trotzdem schwer, solche Ziele auf sinnvolle Weise festzulegen. Woran könnte das liegen?

Lern- vs. Leistungsziele

Es könnte daran liegen, dass ihr euch ein Leistungsziel setzt, obwohl Lernziele angebracht wären. 

Zum Beispiel haben wir uns als Startup am Anfang das Ziel gesetzt, in 60 Tagen mindestens 400 Webseitenbesucher pro Monat zu erreichen. Wir hatten am Anfang nur 200. Das entspricht also erstmal grob den SMART-Kriterien.

Allerdings hatten wir am Anfang noch kaum eine Ahnung davon, wie Online Marketing überhaupt funktioniert. Und insofern auch eine geringe Chance, das Ziel zu erreichen. 

Wir haben uns da ein Leistungsziel gesetzt - obwohl hier ein Lernziel besser gewesen wäre. Ein besseres Ziel wäre gewesen: Wir werden innerhalb der nächsten 30 Tage 5 Methoden herausfinden und ausprobieren, mit denen man potenziell neue Websitebesucher bekommen kann. Hier liegt der Fokus also darauf, etwas zu lernen.

Je unsicherer die Rahmenbedingungen sind - in unserem Fall hatten wir kaum eine Ahnung von Online-Marketing - desto effektiver ist es, sich Lernziele zu setzen.

Wie sicher sind bei euch die Rahmenbedingungen? Sind Lern- oder Leistungsziele angebracht? Wenn ihr eure Ziele einmal gezielt reflektieren möchtet, schaut gerne mal in unsere Ziel-Retro.

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