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Das agile Paradoxon: Flexibilität durch Struktur – Teil 1: Eine agile Meetingstruktur

Agilität scheint manchmal auf den ersten Blick widersprüchlich. Scheinbar soll eine Struktur für mehr Flexibilität sorgen. In dieser Reihe von Artikeln zeige ich euch Beispiele für dieses agile Paradoxon und wie es am Ende doch zusammenpasst.

Jetzt doch ein Meeting?

Wenn man von Agilität spricht, heißt es nicht selten, dass man regelmäßige Meetings kritisch hinterfragen und ggf. streichen sollte. Gleichzeitig kommen durch die Einführung von agilen Methoden neue Meetings im zweiwöchigen Rhythmus dazu: Regelmäßige Backlog Refinements, Reviews und Retrospektiven. Wie passt das zusammen?

Die Sorge scheint erstmal berechtigt, denn wer auf einmal alle 2 Wochen kurzfristig Ziele formuliert, die es zu erreichen gilt, wird mit dieser Planung voraussichtlich mehr Zeit investieren, als wenn man nur quartalsweise vorgeht und grob festlegt an welchen Themen man arbeiten möchte.

Der Rahmen für schnelles Lernen

Der Vorteil dieses schnelleren Rhythmusses ist, dass Teams alle zwei Wochen in eine Feedbackschleife mit dem (internen oder externen) Kunden treten können, um herauszufinden, ob der Kundennutzen tatsächlich eintritt. Dieses frühe Kundenfeedback zum in den zwei Wochen erstellten Prototypen ermöglicht es, das neu Gelernte bereits in dem darauffolgenden Sprint berücksichtigen zu können.

Die regelmäßigen Meetings im Rahmen der Sprintzyklen schaffen die Möglichkeit schnell zu lernen und eröffnen die Chance, den Kurs regelmäßig zu korrigieren, wenn sich die Ziele offenbar nicht erreichen lassen. Der Mehrwert dieser Lerngeschwindigkeit überwiegt in der Regel den zeitlichen Invest für die mit agile einhergehende Meetingsstruktur.

Fazit

Langfristige Meetingzyklen sind eine große Bedrohung für schnelles Lernen und agiles Arbeiten. Die durch agiles Arbeiten geschaffenen Meetings nehmen zwar Zeit in Anspruch, sorgen aber für den nötigen Raum, um deutlich schnelleres Lernen und damit langfristig besseren Kundennutzen zu schaffen.

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